Niccolo Machiavelli  teilte einen  beitrag
5 Tage Vor ·Youtube

Im Jahre 1786 wurde unser großer deutscher Tondichter Carl von Weber in Eutin bei Lübeck geboren. Um rund 308 Tondichtungen hat er unsere deutsche Musik vermehrt, darunter einige Opern, Symphonien, Kammermusik, Lieder, Messen und was man sonst damals so alles hören wollte. Sein Vater war der Kapellmeister Franz Anton von Weber und seine Mutter die Opernsängerin Genovefa. Es ist also nicht übertrieben, wenn man sagt, daß unserem Carl von Weber die Musik schon in die Wiege gelegt wurde. Er erhielt eine gründliche Ausbildung und fand bereits mit 17 Jahren eine Anstellung als Kapellmeister am Breslauer Theater. Es folgte die Anstellung als Operndirektor in Prag und schließlich 1817 die als Kapellmeister am Dresdner Hof, die unser Weber bis zu seinem viel zu frühen Tod inne hatte. Im gleichen Jahr heiratete er auch die Sängerin und Schauspielerin Caroline Brandt, mit der er den Sohn Max hatte. Mit seinen Werken soll unser Tondichter gefeiert werden. Die erste Symphonie unseres Webers suche ich mir dazu aus: https://www.youtube.com/watch?v=hMMempVnG3o Webers Sohn Max hat uns ein Lebensbild seines Vaters geschrieben und darin hören wir nun von den Meisterjahren unseres Tondichters, der nun seine Stelle als Kapellmeister am Dresdner Hof antritt: https://archive.org/details/carlmariavonwebe02webe
„Noch in Berlin entstanden gegen Schluß des Jahres 1816 in eigentümlichem Gegensatze zu den Einwirkungen des damals von Weber speziell gepflegten Verkehrs mit den Romantikern E. T. A. Hoffmann und Fouque, und dem geistvollen Kriminalisten Hitzig, welchen Vorarbeiten zu einer Biographie Chamisses beschäftigten, die lieblichen, originellen, echten Humors vollen, melodischen und noch jetzt fast vergessenen Volkslieder: „Ach Berlin, ich muß dich lassen“, „So geht es in Schnitzelputzhäusel“, „Tra ri re, der Sommer der ist te“, „Es ist nichts mit den alten Weibern“, und vor allem das süßer Minne volle „Ich hab mir eines erwählet“; letzteres unter Benutzung einer, später in dem „Huit pieces a quatre mains“ variierten und durch diese bekannter gewordenen, reizenden Melodie. Am 12. Januar 1817 verließ Weber Berlin und traf am 13. Abends in Dresden ein. Er schreibt noch in der Nacht an Caroline: „Gott grüße dich und segne meinen Einzug in Dresden. Es war mir ganz seltsam zu Mute als ich den Berg herunter fuhr und die Stadt vor mir liegen sah, in deren Mauern ich einen festen Stützpunkt für mein ganzes Leben suchen muß. Gott gebe seinen Segen dazu und was an mir liegt soll geschehen so viel in meinen Kräften steht und mein treuer Mucks wird gewiß in meinem stillen Hause mich allen Verdruß übersehen und vergessen machen, der mir in der Kunst- und Geschäftswelt allenfalls begegnen kann. Nicht war meine geliebte Lina?“ Den ersten Abend im Orte seiner neuen Wirkungssphäre brachte Weber bei dem, ihm von früher her schon bekannten Kammermusikus Schmiedel zu. Diese eigentümliche Individualität wurde in einer für die damalige Dresdner Lebensform sehr charakteristischen Weise durch die Verhältnisse über die Bedeutung seiner Stellung erhoben. Schmiedel war nämlich der Bruder des Kammerdieners des Königs, dem der Volksmund einen großen Einfluß bei Hofe zuschrieb; er selbst eine sehr originelle Erscheinung, große Gestalt mit groben Zügen, dicker dunkelbrauner Perücke, Brille mit großen runden Gläsern, den Hut stets weit nach hinten auf dem Kopfe. Er personifizierte den Typus des damaligen Dresdener niedern Hofbeamten bis in die kleinsten Züge. Leisetretend, jede Handlung nur nach dem Wohlgefallen beurteilend, die sie „oben“ finden werde, Armseligkeiten zum Mittelpunkt des Daseins gestaltend, anmaßlich wo er schwerer als Andere wog, dabei aber so oft möglich vor Devotion ersterbend, gab der wackere Musikus gutmütig, durch Wort und Beispiel, Weber den Faden in die Hand, der ihm in den Maulwurfsgängen leiten sollte, welche, Schmiedels Ansicht nach, allein zu einer völlig konsolidierten Stellung führen konnten. Er befreite sich übrigens in anerkennenswerter Weise in so weit von der Stimmung, zu der die tonangebende Gabel in des Ministers Einsiedel Schreibtische lag, daß er eine werktätige Freundschaft für Weber faßte und - zeigte...“

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